Diclofenac ist einer der weltweit bekanntesten & am häufigsten verwendeten Wirkstoffe gegen Schmerzen & Entzündungen. Viele Menschen kennen ihn durch berühmte Markennamen wie Voltaren oder Diclac.
Diclofenac gehört zur Gruppe der sogenannten NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika). Das bedeutet, es ist ein Rheuma- & Schmerzmittel, das kein Kortison (Steroide) enthält. Es ist quasi ein „Geschwisterchen“ von anderen bekannten Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Aspirin (ASS).
Der Wirkstoff hat drei Haupteigenschaften. Er wirkt:
- Schmerzstillend (analgetisch)
- Entzündungshemmend (antiphlogistisch)
- Fiebersenkend (antipyretisch)
Es blockiert im Körper bestimmte Enzyme, die sogenannten Cyclooxygenasen. Diese Enzyme sind normalerweise dafür zuständig, Botenstoffe herzustellen, die im Körper Schmerzen & Entzündungen auslösen. Ohne diese Botenstoffe lässt der Schmerz nach & die Entzündung geht zurück.
Weil es besonders gut gegen Entzündungen hilft, wird es vor allem bei Problemen mit dem Bewegungsapparat eingesetzt:
- Sportverletzungen: Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen
- Gelenkerkrankungen: Arthrose, Rheuma, Gichtanfälle
- Rückenschmerzen: Hexenschuss, Verspannungen
- Nach Operationen: Zur Schmerz- und Schwellungslinderung
Äußerlich (lokal): Als Schmerzgel, Salbe, Spray oder Pflaster, dass direkt auf das schmerzende Knie oder den Rücken aufgetragen wird.
Innerlich (systemisch): Als Tabletten, Kapseln, Zäpfchen oder sogar als Spritze beim Arzt.
Wie jedes wirksame Medikament hat auch Diclofenac Nebenwirkungen, besonders wenn man Tabletten über einen längeren Zeitraum schluckt. Es kann die Magenschleimhaut angreifen (bis hin zu Magengeschwüren) und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Als Gel auf der Haut ist es meist sehr gut verträglich, kann aber manchmal Rötungen oder Juckreiz auslösen.
Und genau dieser vielseitige Einsatz, vor allem das großzügige Einreiben mit Schmerzgelen, führt eben genau deswegen zu einem Umweltproblem.. weil das Medikament MASSENHAFT im Abwasser landet.
Der Kreislauf
1. Der Abfluss & die Kanalisation
Alles, was bei uns zu Hause im Waschbecken, in der Dusche oder in der Toilette verschwindet, fließt zunächst durch die Rohre unseres Hauses in die städtische Kanalisation. Durch dieses unterirdische Netz strömt das Schmutzwasser dann zur nächsten Kläranlage.
2. Die Kläranlage (Das Nadelöhr)
Hier wird das Abwasser gereinigt, bevor es zurück in die Natur darf. Das passiert meistens in drei Stufen:
- Mechanisch: Gitter & Becken filtern groben Schmutz (wie Klopapier, Essensreste oder Plastik) & Sand heraus.
- Biologisch: Millionen kleiner Bakterien „fressen“ organische Schadstoffe & Fäkalien auf.
- Chemisch: Stoffe wie Phosphor (aus Waschmitteln) werden durch chemische Reaktionen gebunden & entfernt.
3. Zurück in die Natur (Der Vorfluter)
Nach der Kläranlage wird das optisch klare, aber oft chemisch noch belastete Wasser in sogenannte „Vorfluter“ geleitet. Das sind unsere natürlichen Gewässer: Bäche, Flüsse & Seen, die letztendlich ins Meer fließen. Genau hier reichert sich das Diclofenac dann an & trifft auf Fische & andere Wasserlebewesen.
4. Der Kreislauf schließt sich
Flüsse & Seen füllen durch Versickerung auch unser Grundwasser wieder auf. Aus diesem Grundwasser gewinnen wir unser Trinkwasser. Obwohl Wasserwerke unser Trinkwasser noch einmal extrem streng kontrollieren & reinigen, zeigt dieser Weg: Was wir in den Abfluss spülen, landet irgendwann wieder in unserem direkten Lebensraum.
Die besseren Alternativen!
Die chemische Alternative: Ibuprofen ♡
Wenn es ein klassisches Schmerzmittel aus der Apotheke sein muss, raten Umweltexperten oft zu Ibuprofen.
Warum? Im Gegensatz zu Diclofenac lässt sich Ibuprofen in unseren Kläranlagen deutlich besser & schneller biologisch abbauen. Es reichert sich daher wesentlich weniger in der Umwelt an. Auch Ibuprofen gibt es als Schmerzgel!)
Pflanzliche Alternativen aus der Natur ♡
Gerade bei leichten bis mittleren Beschwerden wie Zerrungen, Muskelkater oder leichten Gelenkschmerzen gibt es hervorragende pflanzliche Salben, die die Umwelt nicht belasten:
- Beinwell-Wurzel (z. B. Kytta-Salbe): Wirkt stark abschwellend, entzündungshemmend & ist ein echter Klassiker bei Knie- oder Rückenschmerzen.
- Arnika: Eignet sich super als Salbe bei Prellungen & Verstauchungen.
- Cayennepfeffer (Capsaicin): Wärmesalben oder Wärmepflaster mit Capsaicin fördern die Durchblutung & helfen wunderbar bei verspannten Muskeln.
Physikalische Therapien statt Chemie ♡
Oft greifen wir aus Gewohnheit zur Salbe, dabei helfen physikalische Reize manchmal genauso gut:
- Kälte: Bei akuten Entzündungen, Prellungen oder Schwellungen 》Quarkwickel oder Coolpacks.
- Wärme: Bei chronischen Schmerzen oder Muskelverspannungen 》Wärmflasche, Kirschkernkissen oder ein heißes Bad.
- Bewegung & Physiotherapie: Langfristig der beste Weg, um Gelenk- & Rückenschmerzen vorzubeugen.
& sehr wichtig. Richtig entsorgen!
Alte Tabletten oder Salbenreste gehören niemals in die Toilette oder den Abfluss! In Deutschland gehört abgelaufene Medizin in fast allen Landkreisen einfach in die schwarze Tonne. Der Restmüll wird nämlich verbrannt.. dabei werden die Wirkstoffe komplett & sicher zerstört, ohne ins Wasser zu gelangen.
& glaub mir, jede einzelne Handlung hat eine direkte Auswirkung auf dich & deine Umwelt..Du bist nicht allein, & deine tagtäglichen Entscheidungen machen einen enormen Unterschied. 🖤
Umweltschutz = Selbstschutz
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Liebe geht raus • Jasmin


